Same Same But Different

So wie es andere immer wieder nach Mallorca zieht, landen wir immer wieder auf Bali – immerhin sind doch schon 20 Monate seit dem letzten Besuch vergangen. Ein Phänomen, dass sich nur schwer erklären lässt. Auf der einen Seite weiß man, was einen erwartet und dann ist es doch wieder ganz anders. Diesmal begann das <wieder ganz anders> schon bei der Einreise am Flughafen Denpasar. Das bisher übliche Visa on Arrival bis 30 Tage Aufenthalt ist weggefallen – $25 gespart. Dabei hat man doch eine extra große Ankunftshalle im neuen Flughafen gebaut, damit es eine entspannte Abfertigung der anreisenden Touristen gibt. Die braucht man eben momentan nicht mehr. Wo wir gerade beim Abschaffen sind. Die tollen Taxi-Fixpreise zu den Hotelhochburgen nach Kuta, Seminyak und Nusa Dua wurden auch wieder abgeschafft. Also ging unser Zwei-Wochen Kurztrip mit Fahrpreis verhandeln los. Stefan war gleich wieder in seinem Element. Dabei ging es diesmal nicht unbedingt darum, ein bestimmtes Budget nicht zu überschreiten – es ging einfach ums Prinzip!

Bali verändert sich rasant. Hotels, Shops und Restaurants kommen und gehen. Obwohl gefühlt mehr dazu kommt als geschlossen wird. Wo vor knapp zwei Jahren noch Reisfelder waren, stehen jetzt ganze Hotelanlagen. Stellt sich nur die Frage, wer in den vielen neuen Zimmern schlafen soll? Wir sind durch Zufall auch in so einer Anlage gelandet und waren dort die einzigen Gäste. Das war überhaupt nicht unser Ding und wir sind dann auch gleich nach einer Nacht wieder umgezogen.

Dennoch waren die Unterkünfte, in denen wir geschlafen haben, für unsere Verhältnisse diesmal sehr luxuriös – und trotzdem immer noch supergünstig im Vergleich zu Übernachtungspreisen in Mitteleuropa. Nirgendwo anders auf der Welt würde Julia sonst Wünsche wie <ein Pool mit Meerblick> äußern, wenn sie nicht wüsste, dass wir uns das hier noch leisten können bzw. wollen. Dafür haben wir diesmal am Gepäck gespart. Als wir 2008 das erste Mal auf Bali waren, hatten wir einen riesigen Rucksack dabei. Der war so vollgepackt, dass gefühlt selbst eine Expedition auf den Everest möglich gewesen wäre. Diesmal haben wir massiv reduziert. Zwei kleine Taschen im Handgepäcksformat und eine Surfboardtasche. So wollten wir schon lange einmal los. Endlich hat es funktioniert. Anstatt des Fotorucksacks hatten wir auch lediglich eine kleine Kucki-Drucki (eine Kompaktkamera…) dabei. In einer der zwei Handgepäckstaschen waren unsere beiden Mopedhelme verstaut. Man hätte also theoretisch noch weiter reduzieren können. Aber die Helme mussten mit. Das war etwas, was wir auf Bali bisher doch etwas vermisst hatten – einen sicheren Kopfschutz. Für Julias Kopfgröße gab es in der Regel bei den Mopedverleihern gar keinen passenden Helm – nur viel zu große Plastikreisschüsseln.

Die Mopeds haben wir uns wieder direkt in Kuta besorgt. Eigentlich wollten wir ja mit zwei Mopeds starten, aber Julia hat ihres noch vor der eigentlichen Abfahrt mit Schwung frontal gegen eine Mauer gesetzt… Moped kaputt, Julia wohlauf – wobei das eher an dem schlechten Karma des Mopeds lag, denn als wir am Ende des Trips unser Moped wieder abgegeben haben, hat uns der Vermieter das reparierte Moped noch stolz gezeigt. Am nächsten Tag hat jedoch der nächste Mieter das selbe Moped an die gleiche Mauer gesetzt. Einziger Unterschied: Das Moped hatte jetzt einen Totalschaden. Wie gesagt, schlechtes Karma! Gestartet sind wir dann zu zweit auf einem Moped – zwei Taschen und dem Surfboard – geht alles in Asien.

Zum Surfen und Urlaub machen gings auch diesmal wieder Richtung Nordwesten nach Balian und Medewi mit einem Abstecher in die Reisfelder im inneren Teil der Insel. In zwei Wochen schafft man einfach auch nicht viel. Vieles war gleich und doch war alles anders. Zusammengefasst kann man sagen: Urlaub und Reisen – Same Same but different. Anders auch, weil dies wohl für lange Zeit unser letzter Trip zu zweit war. Denn im nächsten Sommer wird sich das mit dem Handgepäck und zu zweit auf einem Moped wohl nicht mehr ganz ausgehen… denn dann sind wir zu dritt.

 

 

2 thoughts

  1. Hallo Julia und Stefan.
    Wie gewohnt von euch wieder tolle Bilder und eine nette und interessante Geschichte.
    Macht Lust auf Reise zu gehen. Alles Gute euch 3en. Gratuliere.

  2. Hallo ihr Beiden,
    Wieder ein interessanter und spannender Beitrag in eurem Blog. Ebenso die Bilder, die uns gefühlt an eurem Urlaub haben teilhaben lassen.
    Als derart bepacktes Moped würde ich auch resigniert die nächste Mauer anvisieren :-)

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