Good Morning Java

Um 5:23 Uhr geht auf Java die Sonne auf. Mit ihr stehen auch wir auf. Eigentlich müssen wir nicht aufstehen. Wir haben schließlich Urlaub! Oder?

Auch nach 3 Monaten Reisen hat sich jedoch immer noch kein Faulenz-Urlaubsfeeling eingestellt. Aber im Unterschied zu einem Erholungs-Urlaub sind wir ja auf Tourismus-Fortbildung – wie Stefan zu sagen pflegt. Dafür stehen wir früh auf, jeden morgen, denn auf Java beginnt der Tag nun einmal früh. Dabei ist 5:23 Uhr noch eine humane Zeit. Zum Sonnenaufgang am Bromo Vulkan klingelte der Wecker bereits um 2:45 Uhr. Im Dunkeln ging es den Berg hinauf – an View Point Nr.1 und Nr. 2 vorbei, weiter auf einem schmalen Pfad den Grad entlang bis der Blick endlich perfekt war. Unsere Tour zu den Tempeln Borobudur und Prambanan startete um 4:00 Uhr morgens. Sonnenaufgangs-Touren sind auf Java ein echter Verkaufsschlager. Und da um diese Uhrzeit das Licht zum fotografieren am besten ist, sind wir natürlich auch mit von der Partie.

Ein Stück weiter westlich in Batu Karas werden die ersten Busse mit Touristen bereits um 05:30 Uhr direkt am Strand ausgeladen. Sie kommen aus Bandung oder Jakarta und flüchten am Wochenende vor dem Verkehr und der Enge der Stadt. In der Stunde Aufenthalt am Strand gilt es dann ein kurzes Spaßprogramm in Form von Banana-Boot fahren und/oder Bodyboard-Wellenreiten zu absolvieren, bevor es wieder zurück geht – 10 Stunden im Bus (one way!) – aber immerhin um eine Banaboot-Fahrt an einem kleinen Strand in Central Java reicher.

Für uns ging es in Batu Karas auch um 5:30 Uhr ins Wasser, allerdings zum Surfen, weil es um diese Uhrzeit noch nicht so voll war und die Wellen um diese Zeit am besten waren. Eine Woche haben wir am Strand von Batu Karas verbracht. Gewohnt haben wir in einer „Bretterbude“, die sich noch im provisorischen Umbau befindet und nach der Fertigstellung wahrscheinlich schon wieder renovierungsbedürftig sein wird. Denn die indonesischen Provisorien können der Seeluft, dem Regen und dem Wind auf Dauer kaum Stand halten. Aber das Haus liegt direkt am Strand und noch ist noch neu – gut für uns! Zum surfen gab es in dieser Woche übrigens für jeden ein eigens Board. Die absolute Freiheit! Man konnte selbst entscheiden, wann man surfen wollte und wann nicht, was sich natürlich auch positiv auf die Lernfortschritte auswirkte: Wir bekommen jetzt die meisten Wellen, die wir anpaddeln und ein Hauch von Kurve ist auf der Welle auch schon zu erkennen. Eigentlich schade, dass es schon vorbei sein soll. In ein paar Tagen sind wir schon mitten im Himalaya und da ist dann nix mehr mit surfen, denn in Nepal gibt es zwar alle möglichen Klimazonen, aber keinen Zugang zum Meer.

Kleine Ergänzung zur aktuellen Reiseform: Nachdem wir auf Java alle Straßen- und Schienen-Verkehrsmittel durchgetestet und dabei über 1.500 km zurückgelegt haben, uns aber für keines so richtig begeistern konnten, dass wir damit zurück nach Bali wollten, haben wir uns aufgrund der günstigen und flexiblen Flüge von Air Asia wieder mal für das Flugzeug entschieden. Den Flug von Bali nach Kathmandu hatten wir ja bereits für unsere Visaverlängerung fix gebucht.

4 thoughts

  1. Hallo Ihr zwei Weltenbummler! Schöne Grüße aus Schleswig-Holstein ans andere Ende der Welt von Maren! Falls das mit dem Beruf Fotograf für Stefan nichts werden sollte, dann kann er immerhin noch Fischverkäufer werden- so inmitten der Merlin-Fang-Familie macht er doch eine gute Figur! ;-) Weiterhin viel Spaß und vor allem viele tolle neue Eindrücke!

  2. :-) Borobudur… Yogyakarta… Himmel wie toll – ich war 1991 auch dort. Was für tolle Bilder. Meine entwickelten 35mm Kleinbilder liegen immer noch in einem Plastiksack im Keller – ich glaub, ich muss die wieder mal durch stöbern. Wenn ich mich nicht täusche, waren wir auf dem Mount Merapi… so schön! Geniesst die Zeit und die tollen Menschen, ganz – ganz liebe Grüsse aus dem „megaföhnigen“ schweizer Rheintal (25°)
    „Selamat siang!“ Mario

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