Spiel mit dem Wasser

Ein Land in 2 Wochen – no way!

Nepal war für uns zunächst drei Wochen Trekking im Himalaya. Aber natürlich ist Nepal noch viel mehr! Außer Meer gibt es hier so gut wie alles und alle Klimazonen. Von tropischen Wäldern bis zu eisigen Wüsten, idyllische Bäche und reißende Flüsse, kleine und große Städte. Davon wollten wir, wenn wir schon einmal da sind, natürlich auch was sehen. Bei der Entscheidungsfindung, was und vor allem wie wir denn nun innerhalb der verbleibenden zwei Wochen den Rest von Nepal entdecken könnten, wurde uns wieder einmal bewusst, dass man selbst auf einer Weltreise nur einen Bruchteil von dem zu sehen bekommt, was man eigentlich alles sehen könnte. In Nepal könnte man auch 1 Jahr verbringen und selbst dann hätte man immer noch nicht alle Treks gemacht und wäre nicht bis in die hintersten Ecken des Landes vorgedrungen. Manchmal eine bittere Enttäuschung. Auf der einen Seite wollen wir viele Länder sehen, auf der anderen Seite möchten wir uns Zeit lassen, um manche Dinge intensiver erleben zu können. Das war in Nepal für uns das Trekking.

Und so ging unsere Reise von Kathmandu einmal direkt nach Pokhara und über Umwege zurück nach Kathmandu. Pokhara ist ohne Frage ein Touristenzentrum. Sehr hübsch an einem See gelegen strahlt es eine gewisse Ruhe und Freundlichkeit aus, die man in Kathmandu etwas vermisst. Besonders ruhig war es dann am 19.11.2013. An diesem Tag hat Nepal gewählt und das öffentliche Leben war auf Eis gelegt. Kein Lärm, keine Autos, keine Busse. Nicht einmal Motorräder waren unterwegs. Die Kinder haben auf den Straßen gespielt und die Älteren haben am Straßenrand gesessen und den Tag an sich vorbei ziehen lassen. Selbst wir konnten diese entspannte und ruhige Atmosphäre aufnehmen und einfach mal nichts tun. Zumindest einen Tag lag.

Wilde Wasser in Pokhara

Mit der Gewissheit, dass wir nicht ganz Nepal in den letzten 14 Tagen sehen würden, viel es uns leichter, uns für einen Kajakkurs zu entscheiden. Denn Nepal ist neben Trekking auch ein Wildwasser-Eldorado. Rafting und Kajak stehen ganz oben auf der Must-do-Liste für einen Outdoorsportler. Und wir stehen nun mal auf Outdoor-Action. Julia manchmal etwas mehr als andere. Um Pokhara liegen vier Flüsse, auf den verschieden Touren mit Raft und/oder Kajak angeboten werden. 4 Tage Wildwasserkajak waren daher schnell gebucht. Mit Paddle Nepal ging es perfekt organisiert und koordiniert den Seti River hinunter. Die Stromschnellen waren für uns als Kajak(wieder)anfänger genau das Richtige. Zwischen den Stromschnellen war Eskimorolle üben angesagt. Stefan hatte den Dreh schnell raus. Julia eher nicht. Kopfüber unter Wasser in einem Boot ging nicht in ihren Kopf und wollte auch nicht rein. Am letzten Tag war Stefan sogar in der Lage sich mit der Eskimorolle nach einem Flip in der Stromschnelle selbst zu retten. Er war quasi das Best Practise Beispiel an diesem Tag und mit Recht ziemlich stolz auf seine Aktion.

3 thoughts

  1. Wieder ein schöner Reisebericht mit den schon gewohnt tollen Bildern von Stefan. Ich wusste es, Stefan ist eben ein gelehriger Mann. Er hat bei unserer damaligen Raftingtour im Ötztal besser aufgepasst. Aber, Julia, mach‘ Dir nichts ‚draus – in einer guten Ehe gibt es eben solche Gegensätze :).
    Ich wünsche Euch weiterhin viel Glück und gutes Gelingen auf Eurer Weiterreise. Viele Grüße senden Mama (Anne) und Papa (Klaus)

  2. Hallo, Ihr Zwei!
    Herrje, bin ja beim „Sonnenstrahl-durch´s Laub“-Bild (Waldspaziergang) fast vom Stuhl gefallen – wie toll ist das denn, bitte!?! Das hätte ich gerne als Posterabzug an der Wand – bitte merken, wenn Ihr irgendwann mal ein Geschenk für mich sucht! ;-)
    Das hätte auch ohne weiteres im „Elfenland“ sein können…
    Euch Beiden weiterhin alles Gute und für uns anderen noch viel mehr solcher tollen Bilder und Berichte!
    Liebe Grüße aus der „Heimat“ von Maren

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