Stopover Sydney

Sydney stand irgendwie nicht so wirklich auf unserem Reiseplan. Vielleicht haben wir auch deshalb vergessen uns vorab genauer über die Einreisebestimmungen zu informieren. Erst als die gute Dame beim Check-in Schalter in Bali nach unserem Visum für Australien fragte wurde uns bewusst, dass wir irgendetwas vergessen hatten. Nichts mit Visa on Arrival – aber das e-Visa kann man auch noch kurz vor Abflug online beantragen. Was für ein Glück, dass wir unser mobiles Business Center immer dabei haben.

Sydney ist wundervoll: inspirierend, relaxed und vibrierend zugleich. Ob es daran liegt, dass wir seit acht Monaten nur asiatische Städte gewöhnt sind können wir natürlich nicht ganz ausschließen, aber Sydney hat den nordischen Entspanntheitscharakter von Stockholm und die Hafenatmosphäre von Hamburg – und das ist ja bekanntlich die schönste Stadt der Welt. Morgens stehen die Menschen auf dem Weg zur Arbeit an jeder Ecke für ihren Coffee to Go an und keiner wirkt dabei gestresst. Den ganzen Tag über trifft man auf Jogger. Neue sportliche Inspiration für Julia, die in sechs Tagen Sydney gleich viermal laufen war. Die Leute sind sowieso entweder businesslike oder sportlich gekleidet. Man muss allerdings dazu sagen, dass wir uns hauptsächlich im Central Business District (CBD) aufgehalten haben – also als fundierte wissentschaftliche Aussage kann man den Eindruck jetzt nicht gerade werten. Aber es ist uns eben aufgefallen…

Die Bilder von Sydney zeigen, Stefan hat sich verliebt! Und zwar in die Sydney Opera. Der Begriff ‚Iconic Architecture’ erschließt sich jedem Besucher sofort beim ersten Anblick der Oper und alles in Sydney strömt irgendwie in Richtung dieses Gebäudes. Wie bei allen touristischen Hauptattraktionen kann man den Massen aber ganz leicht ausweichen, wenn man zu Sonnenauf- und/oder -untergang vor Ort ist. Und wir hatten dabei unglaubliches Glück: nicht nur mit dem Wetter, die Queen Mary 2 lag für einen Tag und eine Nacht im Hafen von Sydney. Die Kulisse war der Wahnsinn.

Hang Loose Australien Style. Welcome to Manly Beach.

Coole Surfer und spielende Kinder – junge, hippe und sportliche Familien konnte man am Manly Beach mehr als genug antreffen. Neben dem Bondi Beach ist der Manly Beach einer der Surfstände in Sydney und dementsprechend viele interessante Menschen sind dort anzutreffen. Wir hatten aber auch eine Mission zu erfüllen. Einmal surfen in Australien! Zugegeben, die Wellen waren nicht perfekt, der Wind war viel zu stark und ohne Neopren war das Wasser im Vergleich zu Bali arschkalt. Außerdem muss man erst mal mit der Menge an Surfern im Wasser klarkommen. Wenn Kuta Beach voll von Surfern im Wasser ist, ist Manly Beach völlig überfüllt. Trotz allem, wir sind ins Wasser und hatten unsere Welle. Mission erfüllt! Danach mussten wir uns aber erst mal aufwärmen und haben seit langem mal wieder eine heiße Dusche geschätzt. Manly selbst scheint eine unglaublich große und gut funktionierende Surf-Community zu haben. Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Surfer haben wir bei einem Paddle out erleben dürfen, das zu Ehren eines jungen Surfers veranstaltet wurden, der im vergangen Jahr im Wasser zu Tode gekommen ist. Das Paddle out hat auch uns – ohne das wir überhaupt jemanden kannten – sehr berührt.

Sydney for free.

Mit Asien darf man das Preisniveau in Sydney natürlich nicht vergleichen. Aber man tut es trotzdem. Vor einer Woche haben wir für umgerechnet € 6,50 pP/N in einem Beachfront-Bungalow genächtigt. In Sydney gab es für € 18,00 pP/N gerade mal ein Bett im 16er Dorm. Aber immerhin in der Innenstadt und mit gratis Shuttlebusanschluss, der einen durch das CBD fährt. Sydney ist nicht nur teuer, Sydney ist auch for free. Der Zugang zu Stränden und Parks und einigen Museen inkl. Toiletten ist kostenlos. Es gibt überall Trinkwasser zum Nachfüllen. Sogar Stadtführungen werden for free angeboten. Und abends gibt es überdurchschnittliche Sonnenuntergänge wahlweise mit Livemusik dazu. Und so kann man es eigentlich alles ganz entspannt betrachten.

Von Italien bis nach Holland.

An die klassischen Backpacker-Hostels in Sydney müssen wir uns allerdings noch gewöhnen. Die Ausstattung ist – wenn man es günstig will – unterdurchschnittlich bis miserabel. Drei Hostels haben wir in Sydney und Manly getestet. Alle drei sind gnadenlos durchgefallen. Im ersten (Sydney Backpackers) hat halb Italien gewohnt. Die Italiener haben sich in der kleinen Küche gegenseitig mit Pasta bekocht, was ja noch ganz witzig war (für das beste Pasta Rezept wurde spät abends noch die Mama in bella Italia angerufen – ohne Mama geht’s eben nicht). Aber Bad und Betten sind in diesem Hostel echt überarbeitungsbedürftig gewesen. Im zweiten Hostel (Manly Bunkhouse) war Holland so stark vertreten, dass wir nicht einmal ansatzweise das Gefühl hatten in Australien zu sein und das dritte Hoste (Matze Backpackers)l hatte die Atmosphäre einer Großküchenparty auf einem Schiff. Wir haben zwar eine derartige Party noch nicht erlebt, aber so stellen wir es uns vor.

Die Stadt, die Stände und der Hafen von Sydney haben all das aber derart überstrahlt, dass wir nach unserem sechstägigen Stopover in Australien mit einem sehr positiven Eindruck das Land verlassen haben.

Jetzt geht es nach Neuseeland. Das Land, dass wir schon vor neun Jahren zusammen bereisen wollten. Jetzt ist es endlich soweit. Auto kaufen, Surfbretter aufs Dach und los geht’s – Alle sind wieder fit! Surfroadtrip Nummer 2 kann starten!

5 thoughts

  1. Die gute Qualität Eurer Fotos begeistert mich – nicht nur die exklusiven Gegenden, die sich inj diesen Bildern wiederspiegeln! Ich wünsche Euch weiterhin gute Reise!

  2. Hallo ihr 2!
    Wiedermal fantastische Bilder. Ähnlich (und doch ganz anders) hat es Florian vor fast 17 Jahren (als gut 15jähriger) erlebt. Erst sagt man: brauch`ich nicht und dann überwältigt einen alles. Australien und Neuseeland! Ich beneide euch! Ich/wir freuen uns auf die Neuseelandbilder. Liebe Grüße von der anderen Seite der Welt. Gitti

  3. Hallo Ihr Zwei World-Top-Traveller!
    Immer wieder schön von Euch, diese Eindrücke zu bekommen. Die Kombination Eurer Beschreibungen zusammen mit den Fotos sind wirklich umwerfend. Ich beobachte dabei auch, wie es Stefan gelungen ist, sich fotografisch „weiterzuentwickeln“. Ein fettes Lob von hier/mir. Die Lichtspiele in Sydney: einfach grandios!! Da wird man neidisch. Es macht wahrlich Lust auf mehr. Weiterhin sicheres Reisen wünscht Euch Holger aus HH.

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