Turtle und Tempel

Wir sind wieder on the road. Unseren Trip durch Sri Lanka haben wir uns innerhalb der ersten 2 Wochen im Land zusammenrecherchiert.

Google Maps

Der ganze Roadtrip wäre allerdings (wie immer) nicht ohne Google Maps möglich gewesen. Für uns hat Google Maps das Reisen ein wenig revolutioniert. 3G gibt es selbst im hintersten Dorf – zumindestens in Asien… So finden wir in einem rasanten Tempo von A nach B. Einzig das Tempolimit unseres Scooters hält uns davon ab nicht noch schneller zu reisen. Diese Art unterwegs zu sein, lohnt sich besonders wenn man viel in kurzer Zeit sehen will und dafür wenig Geld ausgeben kann/will. Denn man spart sich lange Wartezeiten zwischen Bus- oder Bahnfahrten. Man braucht keinen Fahrer suchen, der einen gerne auch mal über Umwege irgendwo hinbringt und man umgeht die ständigen Preisverhandlungen für TukTuk-Fahrten. Google Maps schickt einen auf direktem Weg zum nächsten Ziel – sogar lokale Shortcuts sind inkludiert. Manchmal vielleicht etwas zu direkt, denn ob Google wirklich weiß, auf was für Straßen, besser Schotterpisten es uns schickt… man weiß es nicht so genau. Aber so ein bisschen Cross Country kann ja nicht schaden. Das Einzige, was manchmal ein wenig auf der Strecke bleibt ist der Kontakt zu den Einheimischen. Von Ihnen trifft man in Bus und Bahn natürlich viel mehr. Aber wir haben dafür die Regenpausen entdeckt. Bei einem Regenschauer heißt es sich unterstellen. Unter einem der unzähligen Straßenstände findet man immer jemanden, der mit einem einen kleinen Plausch halten will. Im Süden von Sri Lanka bekamen wir aufgrund doch recht häufiger Regenschauer dann so einiges nebenbei mit. Und wenn Google Maps wirklich mal nicht weiß, wo es lang gehen soll, dann kann man auch hier wieder die Straßenstände nutzen, um nach dem Weg zu fragen.

Cross Hill Country und der Süden

Von der Arugam Bay aus sind wir zunächst Richtung Westen ins Hill Country gefahren. Dort haben wir unseren kleinen Scooter über die Berge und durch die Teeplantagen gejagt. An jedem noch so unscheinbaren Tempel haben wir einen Zwischenstopp eingelegt (der nächste Buddha könnte ja noch schöner sein als der letzte) und dabei eine ganze Zeremonie gechrasht. Dafür wurden wir dann zum Mittag eingeladen und gesegnet. Vom Hill Country ging es weiter in den Süden, natürlich inkl. Tempelstopp. Im Süden erwartete uns nicht nur sattes Grün sondern eben auch heftiger Regen. Die Stilt-Fischer angeln schließlich auch bei Regen. Den Süden haben wir in einem rasanten Tempo abgefahren und jedes Schönwetterfenster genutzt. Nur beim Turtle Watch hieß es warten. Es ist ja auch keine Schildkröteneierlegehochsaison. Aber das Warten hat sich am Ende gelohnt, denn eine Green Turtle hatte sich nämlich trotz Nebensaison an den Strand von Rekawa zum Eier ablegen begeben. Wahnsinn! So viel Glück wollten wir nicht weiter herausfordern und so haben wir fast 3 Tage früher als geplant die Rückreise Richtung Arugam Bay angetreten – immerhin knapp 1.000 km sind wir in 6 Tagen gefahren. Unterwegs wurden wir noch von einem Elefanten direkt an der Straße überrascht. Mitten am Tag. Und kurz darauf konnten wir eine ganze Herde beobachten.

Wildlife

Kultur und wilde Tiere so nah beieinander zu erleben wirkt ein klein wenig surreal. Wer in Sri Lanka früh aufsteht wird definitiv belohnt. Elefanten bei der Mopedfahrt zum Surfen und Delfine beim Surfen – alles an einem Tag! Auch Affenbanden, Leguane und Wasserbüffel sind hier allgegenwärtig. Das hätten wir maximal von Afrika erwartet. Aber nicht mal eben in Sri Lanka. So viel Wildlife wie hier gab es auf unserer ganzen Weltreise noch nicht. Wir sind vollkommen überrascht und überwältigt, was in Sri Lanka ohne Safari alles möglich ist.

Unsere letzte Woche hat begonnen. Wir werden sie surfend in der Arugam Bay verbringen. Dann steigen wir in den Flieger und es geht zurück nach Deutschland. Ein ziemlich merkwürdiges Gefühl. Auf der einen Seite trauern wir jetzt schon unserem freien Reiseleben hinterher, auf der anderen Seite ist da die Vorfreude auf zu Hause. Wir werden in Sri Lanka mit einem weinenden und einem lachenden Auge in den Flieger steigen. In Deutschland aber werden wir mit zwei lachenden Augen wieder aus dem Flieger steigen. Denn dort wartet unsere Familie auf uns!

 

2 thoughts

  1. Ja wir freuen uns auch sehr Euch wieder zu sehen…Laura rief gestern im Auto: „Nur noch 9 Tage, dann kommt Stefan wieder…“ Diese Liebe hat wirklich die ganze Weltreise gehalten……

    Liebe Grüße

    Matthias

  2. Hallo Ihr Zwei!
    Schön, kurz vor Eurer Heimreise nochmal so tolle Bilder zu sehen! Ich wünsche Euch, dass Ihr die letzten Tage bewußt genießen könnt und dass Ihr gesund in Deutschland ankommt! Wir sehen uns am 06. Oktober bei Oma&Opa – freue mich schon darauf! Liebe Grüße von Maren

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