Restart 2020

Im September 2017 habe ich unseren letzten Blogeintrag veröffentlicht. Damals waren wir gerade zurück von unserem Norwegen-Trip. Im Februar 2018 ist der letzte Blogentwurf entstanden… Seitdem sind zwei Jahre vergangen…

2017 bin ich mit Finn 16.800 Kilometer quer durch Europa gefahren. Das ist quasi einmal von Innsbruck bis zum Baikalsee und zurück. Der südlichste Punkt unserer Reise war Lissabon in Portugal, der nördlichste Punkt waren die Lofoten in Norwegen. Durch elf Länder bin ich mit Finn an meiner Seite gefahren. 75 Nächte haben wir in unserem Campervan geschlafen. Finn hat in seinem ersten Lebensjahr ganz schön viel gesehen und erlebt. Es wäre cool gewesen, wenn Stefan uns die ganze Zeit über begleitet hätte, und wir uns nicht nur zwischendrin für die „Jahresurlaube“ getroffen hätten. Aber alles ging leider nicht. Denn inzwischen leben wir wieder ein ganz normales Leben mit Arbeit und Alltag. Andererseits ist es auch mal ganz gut gewesen, etwas alleine zu machen, ohne einen Partner, ohne Kompromisse, einfach spontan allein entscheiden – aber eben auch allein die Konsequenzen tragen. Ich bereue keinen einzigen Kilometer, den ich zurück gelegt habe. Auch wenn Finn sich wahrscheinlich nie an diesen Trip erinnern wird, so glaube ich fest daran, dass irgendetwas für die Zukunft hängen bleibt. Etwas, dass ich meinen Kindern unbedingt mitgeben möchte: Weltoffenheit (klingt vielleicht etwas pathetisch) – besser Offenheit für das Neue. Reisen als Inspiration für das eigene Leben sehen.

 

Ich habe den letzten Entwurf nicht mehr veröffentlicht, weil viel seitdem passiert ist. Für meinen Geschmack ist vielleicht etwas zu viel passiert. Ich habe meine Mama an eine tückische Krankheit verloren. Und auch mein Opa ist ein Jahr später plötzlich verstorben. Er durfte gehen, er war über 90. Aber Mama… Sie ist viel zu früh gegangen und sie hat nicht einmal die Chance bekommen, kämpfen zu dürfen. Die Zeit hat mich und uns als Familie geprägt. Ich wusste zwar immer, dass dieses Schicksal im Leben auf einen zukommen wird, aber wenn es dann da ist und dich unvermittelt aus den Alltag reißt ist unendlich schmerzhaft, egal ob man vorbereitet ist oder nicht.

Tod und Leben sind so dicht beieinander. Willkommen kleine Alea! Finn hat vor sechs Monaten eine Schwester bekommen. Mit Alea sind wir vier nun komplett. Und wir schauen nach vorn. Auf ein spannendes Familienleben mit noch mehr Reisen. Denn auch mit Baby Alea soll es schon bald auf die erste große Reise gehen, an der wir euch gerne teilhaben lassen möchten! OK, ehrlich gesagt, ich möchte auch wieder ein wenig schreiben.

Auch wir haben uns in den vergangenen zwei Jahren verändert – nicht nur unsere Familiensituation, auch unsere Wohnsituation und unsere Reisepläne. Unseren Campervan gibt es nicht mehr. Dafür haben wir ein neues Zelt. Wie es dazu kam, werde ich noch berichten. Ich habe einiges aufzuholen. Deshalb blicke ich in den nächsten Wochen zurück auf unsere Auszeiten der vergangenen zwei Jahre, bevor wir dann mit Finn und Alea zusammen starten.

 

One thought

  1. Das Leben ist ätzend. Und wunderschön. Und auch wenn Du große Verluste erlitten hast, habt Ihr mit Euren zwei Kindern die nächsten, großartigen Personen in Eurem Leben. Sie werden die, die gehen, nicht ersetzen, aber Euer Leben an anderen Stellen noch viel mehr bereichern. Genießt jede freie Minute. Und die, die Euch durch den Alltag als gewöhnlich erscheinen. Die beiden Kidz werden schon dafür sorgen, dass auch die Tage immer genial bleiben.

    Und schön, dass es wieder losgeht!

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